Krieg in Nahost hat Auswirkungen auf Logistik

Der aktuelle Krieg im Nahen Osten hat erhebliche Auswirkungen auf die Logistikbranche. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Einschränkungen der Fahrgebiete

Die großen Containerschiffreedereien hatten Anfang 2026 gerade vorsichtig damit begonnen, für den Weg Fernost-Europa wieder die (kürzere) Route durch den Suezkanal zu nutzen, statt des Umwegs rund um Afrika, da sich die Sicherheitslage im Roten Meer zu entspannen schien – die Huthis im Jemen hatten ihre Angriffe auf Schiffe weitgehend eingestellt. Damit ist nun Schluss, es gilt nun wieder die höchste Alarmstufe. Durchfahrten durch die Straße von Hormus finden derzeit wegen der Blockade durch den Iran kaum statt, nur wenige Schiffe trauen sich durch.

Preissteigerungen

Die großen Reedereien versuchen aufgrund des gestiegenen Risikos Preissteigerungen im Seefrachtmarkt durchzusetzen, meist in Form von Treibstoffzuschlägen (EBS – Emergency Bunker Surcharge). Auch die innereuropäischen LKW-Transporte werden teurer, hier steigen ebenfalls die Treibstoffzuschläge. Die Speditionsbetriebe können nicht anders, als diese Preissteigerungen an ihre Kunden weiterzugeben.

Verlust des Versicherungsschutzes

Für Fahrten im Persischen Golf und im Golf von Oman wurden bereits die Kriegsrisiken in der Speditions-/Transportversicherungen gekündigt, was per Sonderkündigung möglich ist. Im Grunde geht es der Logistikbranche nicht anders als als als normalen Verbrauchern, die ein Risiko absichern wollen: Wenn das Risiko droht oder tatsächlich eintritt, macht sich der Versicherer möglichst aus dem Staub…

Das nicht mehr versicherte Fahrgebiet Persischer Golf / Golf von Oman